Mit einem High Five die Beziehung zu Dir selbst stärken

Die High Five Methode von Mel Robbins

Die High Five Methode von Mel Robbins ist erstaunlich einfach: Du schaust Dir morgens im Spiegel bewusst in die Augen und gibst Deinem Spiegelbild ein High Five. Was zunächst ungewohnt wirken kann, soll zu einem täglichen Zeichen werden: Ich sehe Dich. Ich bin auf Deiner Seite. Wir gehen diesen Tag gemeinsam an.

Mel Robbins empfiehlt, das Ritual direkt nach dem Zähneputzen zu machen. So wird eine bereits bestehende Gewohnheit zum Auslöser für die neue – ein Prinzip, das häufig als „Habit Stacking“ bezeichnet wird.

Wie Du wahrscheinlich weißt, lieben wir es Dich mit dem Body- oder Belief-Code zu unterstützen. Genauso gerne geben wir Dir auch Tipps wie diese, damit Du Dir selbst mit einfachen Mitteln (kostenfrei) Gutes tun kannst!

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Unser Impuls

Wenn Du noch mehr Inspiration für einen guten Start in den Tag möchtest, findest Du hier auch unsere 60-Sekunden-Guten-Morgen-Routine (enthält auch das High Five Ritual).

So funktioniert das High Five Ritual

High Five mit dem eigenen Spiegelbild
  1. Stelle Dich morgens nach dem Zähneputzen vor den Spiegel.
  2. Schau Dir einige Sekunden bewusst in die Augen – nicht nur auf Haare, Haut oder vermeintliche Makel.
  3. Hebe die Hand und berühre mit Deiner Handfläche die Hand Deines Spiegelbilds.
  4. Du musst dabei nichts Bestimmtes sagen. Lass die Geste zunächst einfach für sich wirken.

Ein High Five geben wir normalerweise jemandem, den wir bestärken, beglückwünschen oder ermutigen möchten. Genau diese Haltung richtest Du für einen Moment auf Dich selbst.

Warum kann das funktionieren?

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Gut zu wissen

Die High Five Methode ist keine medizinische Behandlung und ihre konkrete Wirkung lässt sich nicht für jeden Menschen vorhersagen. Sie verbindet jedoch mehrere nachvollziehbare psychologische Prinzipien, die erklären können, warum viele Menschen das Ritual als hilfreich erleben.

1. Ein vertrautes Zeichen der Ermutigung

Ein High Five ist für die meisten Menschen positiv besetzt. Wir nutzen diese Geste nach einem Erfolg, zur Begrüßung, als Zeichen von Zusammenhalt oder um jemandem Mut zu machen. Wenn Du Deinem Spiegelbild die Hand entgegenstreckst, richtest Du dieses vertraute Signal der Unterstützung auf Dich selbst. Robbins beschreibt das als Möglichkeit, die bisherige Verbindung zwischen Spiegel und Selbstkritik allmählich durch eine freundlichere Erfahrung zu ergänzen.

2. Die automatische Selbstkritik unterbrechen

Viele Menschen schauen morgens in den Spiegel und suchen beinahe automatisch nach dem, was ihnen nicht gefällt. Das ungewöhnliche High Five unterbricht diesen gewohnten Ablauf. Es schafft einen kurzen Moment, in dem Du nicht bewertest, sondern bewusst handelst. Allein diese Unterbrechung kann helfen, den inneren Autopiloten wahrzunehmen und eine andere Reaktion einzuüben.

3. Handlung statt nur guter Vorsatz

„Ich sollte freundlicher zu mir sein“ bleibt leicht ein abstrakter Gedanke. Das High Five macht daraus eine konkrete Handlung. Körpersprache und Verhalten können beeinflussen, wie wir eine Situation erleben – ohne dass damit jedes schwierige Gefühl sofort verschwindet. Die Geste ist deshalb weniger ein Zaubertrick als ein kleines, wiederholbares Training in Selbstunterstützung.

4. Eine neue Gewohnheit entsteht durch Wiederholung

Wird das Ritual täglich an das Zähneputzen gekoppelt, muss man nicht jeden Morgen neu daran denken. Mit der Zeit kann die Abfolge vertrauter werden: Zähne putzen, sich selbst ansehen, ein High Five geben. Entscheidend ist nicht, dass Du Dich sofort großartig fühlst. Entscheidend ist, dass Du regelmäßig eine andere Art des Umgangs mit Dir selbst ausprobierst.

5. Der Blickkontakt mit Dir selbst

Mel Robbins betont, dass für viele Menschen nicht einmal das High Five der schwierigste Teil ist, sondern der bewusste Blick in die eigenen Augen. Wer sich selbst sonst eher kritisch betrachtet oder dem eigenen Spiegelbild ausweicht, erlebt diesen Moment womöglich sehr intensiv. Das Ritual lädt dazu ein, sich nicht nur äußerlich zu prüfen, sondern sich als Menschen wahrzunehmen, der Unterstützung verdient.

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Unser Impuls

Wenn Du noch mehr Inspiration für einen guten Start in den Tag möchtest, findest Du hier auch unsere 60-Sekunden-Guten-Morgen-Routine (enthält auch das High Five Ritual).

Was Du dabei sagen kannst – aber nicht musst

Du brauchst kein Mantra. Falls Dir ein Satz hilft, wähle etwas, das freundlich und glaubwürdig klingt. Übertrieben positive Aussagen können inneren Widerstand auslösen. Besser sind einfache Formulierungen wie:

  • „Ich bin heute auf meiner Seite.“
  • „Ich gehe den nächsten Schritt.“
  • „Ich muss nicht perfekt sein, um mich zu unterstützen.“
  • „Wir schaffen diesen Tag gemeinsam.“

Es ist ebenso in Ordnung, gar nichts zu sagen. Gerade am Anfang kann die wortlose Geste ehrlicher wirken als ein Satz, an den Du noch nicht glauben kannst.

Wenn es sich erst einmal komisch anfühlt

Das ist völlig normal. Das Ritual ist ungewohnt, und nicht jeder empfindet sofort etwas Positives. Manche müssen lachen, andere spüren Widerstand oder werden berührt. Versuche nicht, eine bestimmte Reaktion zu erzwingen. Probiere die Übung einige Tage lang aus und beobachte neugierig, was sich verändert.

Wenn der Blick in den Spiegel starke belastende Gefühle auslöst, darfst Du die Übung selbstverständlich abbrechen oder behutsamer gestalten. Ein solches Ritual ersetzt keine psychotherapeutische oder medizinische Unterstützung.

Fazit: Ein kleines Zeichen, dass Du auf Deiner Seite bist

Die High Five Methode lebt nicht von einem großen Versprechen, sondern von einer kleinen, konsequenten Handlung. Jeden Morgen gibst Du Dir selbst für einen Moment die Ermutigung, die Du einem Menschen geben würdest, den Du magst und unterstützen möchtest. Vielleicht verändert ein einziges High Five noch nicht viel. Doch als tägliches Ritual kann es ein freundlicher Anfang sein: weniger gegen Dich – und ein wenig mehr mit Dir.

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