Besser schlafen: 7 einfache Dinge, die du selbst für guten Schlaf tun kannst

Guter Schlaf muss nicht kompliziert sein. Oft sind es nicht die großen Veränderungen, sondern einige einfache Gewohnheiten, die unserem Körper helfen, abends leichter zur Ruhe zu kommen und nachts möglichst erholsam zu schlafen.

Die folgenden sieben Punkte kannst du direkt im Alltag ausprobieren. Dabei gilt: Nicht jede Empfehlung passt gleich gut zu jedem Menschen. Beobachte, was dir persönlich gut tut – und versuche nicht, deinen Schlaf perfekt machen zu müssen.

1. Halte deine Aufstehzeit möglichst regelmäßig

Eine einigermaßen regelmäßige Aufstehzeit hilft deiner inneren Uhr, einen stabilen Rhythmus zu entwickeln. Du musst dafür nicht jeden Tag zur exakt gleichen Minute aufstehen. Große Unterschiede zwischen Arbeitswoche und Wochenende können den Körper jedoch immer wieder neu umstellen.

Wichtig ist gleichzeitig: Regelmäßigkeit sollte nicht bedeuten, dauerhaft zu wenig zu schlafen. Wenn du unter der Woche zu wenig Schlaf bekommst, kann zusätzlicher Schlaf an freien Tagen durchaus sinnvoll sein. Wenn du an freien Tagen regelmäßig Schlaf nachholen musst, kann das aber auch ein Hinweis sein, einmal zu überlegen, ob sich dein Schlafdefizit unter der Woche reduzieren lässt.

2. Nutze Licht bewusst

Licht ist einer der wichtigsten Taktgeber für unseren Tag-Nacht-Rhythmus. Möglichst viel Tageslicht am Morgen und tagsüber unterstützt Wachheit und hilft der inneren Uhr, sich zu orientieren.

Am Abend darf es dagegen schrittweise dunkler und ruhiger werden. Eine geringere Bildschirmhelligkeit, warme Lichtfarben und gedämpftes Raumlicht können dem Körper signalisieren: Der Tag geht zu Ende. Wenn du Computer, Smartphone und Co. am Abend nutzt, helfen meist entsprechende Display-Einstellungen wie eine geringere Helligkeit oder wärmere Farbtöne.

3. Entwickle einen vertrauten Tagesabschluss

Wiederkehrende Abläufe können dem Nervensystem helfen, vom aktiven Tagesmodus in einen ruhigeren Abendmodus zu wechseln. Dabei braucht es kein aufwendiges Ritual.

Ein paar Minuten bewusste Ruhe, eine warme Dusche, ein kurzer Rückblick auf den Tag, Dankbarkeit oder eine ruhige Atmung können bereits gute Signale sein.

Tipp: Unsere Guten-Abend-Routine verbindet mehrere dieser Elemente zu einem einfachen Tagesabschluss.

4. Achte auf Koffein

Koffein kann länger wirken, als man es subjektiv bemerkt. Manche Menschen schlafen nach einem Kaffee am Nachmittag problemlos, andere reagieren deutlich empfindlicher.

Wenn du mit dem Einschlafen oder unruhigem Schlaf kämpfst, kannst du testweise für ein bis zwei Wochen nach dem Mittagessen auf koffeinhaltige Getränke verzichten und beobachten, ob sich etwas verändert.

5. Nutze Alkohol nicht als Einschlafhilfe

Alkohol kann zunächst müde machen und den Eindruck vermitteln, dass man leichter einschläft. Er verbessert den Schlaf jedoch nicht. Im Verlauf der Nacht kann er die natürliche Schlafstruktur verändern und zu unruhigerem oder häufiger unterbrochenem Schlaf beitragen. Das kann die Erholung am nächsten Morgen beeinträchtigen.

6. Bewege dich regelmäßig

Regelmäßige Bewegung unterstützt nicht nur Herz, Kreislauf und Stoffwechsel, sondern kann auch die Schlafqualität fördern. Es muss dafür kein intensives Training sein.

Spaziergänge, Radfahren, Gartenarbeit oder leichte Ausdauer- und Kraftübungen können bereits hilfreich sein. Sehr intensiver Sport direkt vor dem Schlafengehen aktiviert manche Menschen allerdings eher – beobachte deshalb, welcher Zeitpunkt für dich gut passt.

7. Gestalte deine Schlafumgebung angenehm

Ein Schlafzimmer, das möglichst ruhig, dunkel und nicht zu warm ist, schafft gute Voraussetzungen für die Nacht. Auch das Bett selbst sollte möglichst mit Ruhe und Schlaf verbunden bleiben.

Wenn du lange wach liegst und dich zunehmend unter Druck setzt, kann es manchmal besser sein, kurz aufzustehen und bei gedämpftem Licht etwas Ruhiges zu tun. Kehre ins Bett zurück, wenn wieder deutliche Müdigkeit entsteht.

Unser Tipp: Wähle zunächst 1 oder 2 dieser Tipps, die gut zu dir passen und probiere sie aus! Im Lauf der Zeit kannst du weitere Punkte dazunehmen.

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Du musst nicht perfekt schlafen

Eine einzelne schlechte Nacht ist normalerweise kein Grund zur Sorge. Schlaf schwankt. Wichtiger als eine perfekte Nacht ist, wie du dich über einen längeren Zeitraum fühlst und ob dein Schlaf dich im Alltag ausreichend erholt.

Wenn du deinen Schlaf darüber hinaus unterstützen möchtest

Friedlich schlafendes Capybara bei Mondschein unter einer leichten Decke

Manchmal reichen gute Gewohnheiten allein nicht aus, um wieder leichter zur Ruhe zu kommen. Genau hier setzt unser neues 6-Wochen-Programm „Schlaf gut.“ an.

Über sechs Wochen begleiten wir dich mit wöchentlichen EMediKey-Karten, Wissensimpulsen und praktischen Anregungen. Wichtige Grundlagen rund um innere Uhr, Melatonin, Schlafdruck und Nervensystem greifen wir dabei auch energiemedizinisch auf – mit dem Ziel, deinen Schlaf und dein Erholungsgefühl am Morgen zu unterstützen.

Ausgeschlafenes Capybara streckt sich bei Sonnenaufgang auf einer Wiese

Du möchtest genauer verstehen, wie Schlaf funktioniert?

Warum werden wir überhaupt müde? Was machen Melatonin und Adenosin? Welche Rolle spielen Tiefschlaf, REM-Schlaf, Chronotyp und innere Uhr? Und warum kann zu wenig Schlaf auf Dauer problematisch werden?

Diese Hintergründe erklären wir ausführlich in unserem großen Grundlagenartikel „Gesunder Schlaf: Warum er so wichtig ist – und was du selbst dafür tun kannst“.

Wann solltest du Schlafprobleme medizinisch abklären lassen?

Wenn Ein- oder Durchschlafprobleme über längere Zeit bestehen, du trotz ausreichender Schlafdauer dauerhaft erschöpft bist oder starkes Schnarchen, Atemaussetzer, nächtliches Luftschnappen oder ausgeprägte Tagesmüdigkeit auftreten, solltest du die Beschwerden ärztlich beziehungsweise schlafmedizinisch abklären lassen.

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